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Vorgeschichte

Dorfchronik

Dorfchronik von Ziegelheim
(Cygilheim - Cigelheim - Cigilheim - Cygelheym - Cygelhem - Czigelheim )

In den Schönburg`schen Geschichtsblättern wurde der Ortsname einmal abgeleitet von Sieghelms-heim. Durch Zusammenziehung entstand Sieghelheim, im Volksmunde Sichelheim. Bedenkt man, das erst Mitte des 15.Jahrhunderts die deutsche Schriftsprache allmählich die bis dahin vorherrschende lateinische Amts-Schriftsprache abzulösen begann, lässt sich auch die lateinische Schreibweise mit „C“ statt des deutschen „Z“ in den alten Urkunden erklären.


Zur Vorgeschichte

Zur Zeit der Völkerwanderung, im 4. und 5.Jahrhundert u.Z. verließen die germanischen Stämme die Gebiete der heutigen mitteldeutschen Bundesländer, sowie Mecklenburgs und Brandenburgs in westliche und südliche Richtung. Ihnen folgten slawische Stämme, welche sich auf den freigewordenen Gebieten niederließen. Erst im 10.Jahrhundert begannen die deutschen Stämme in mehreren Wellen, diese Gebiete zurückzugewinnen.

Dabei verfuhren die deutschen Kaiser dreigleisig:
(1) Zum einen wurden unter Kaiser Otto I. Grenzmarken angelegt,
die offiziell Pufferzonen zwischen dem Reich und den Heiden darstellten.
Zusätzlich dienten sie aber auch der schleichenden Besetzung dieser slaw. Gebiete. In den Grenzmarken wurden Burgen angelegt (sogenannte Burgwarde und später Burggrafen wurden eingesetzt). Diese Marken hatten den Status eines „Reichslandes“, unterstanden dem König also direkt. Später wurden sie überwiegend dem Herzogtum Sachsen als Reichslehen zugesprochen. Im Laufe der Geschichte wurden diese Marken zu selbstständigen (Mark-)Grafschaften, Herzogtümern oder sogar zu Königreichen innerhalb des Reichsverbandes erhoben und von ihrer Lehenabhängigkeit zumeist zum Herzogtum Sachsen befreit (1180). Es entstanden die Bistümer Brandenburg (949), Havelberg (946), Meißen (959), Merseburg (965), Zeitz, welche dem 968 gegründeten Erzstift Magdeburg untergeordnet wurden. Altenburg wurde in einer Urkunde als Burg (mit Burgward) im Jahre 976 ersterwähnt und im Jahre 1132 Castrum Plysn genannt!
(2) Kolonisten wurden geworben, die neuen Marken zu besiedeln. Diese kamen vorzugsweise aus den Herzogtümern Schwaben, Bayern und Franken in den heutigen mitteldeutschen Raum. Sachsen dagegen, besiedelten vorzugsweise die heute mecklenburgischen, pommerschen und brandenburgischen Gebiete. Die Kolonisten kamen aus ärmlich-bäuerlichen Verhältnissen oder waren von niederem Adel. Sie wurden zum Teil mit dem Status eines (Reichs-)Freien geködert, bzw. die Adligen mit Vergünstigungen und Landbesitz. Die Kolonisten ließen sich anfangs nur in der Nähe befestigter Orte (Burgen, Klöster, Bischofssitze, usw.) nieder, um Schutz vor den Heiden zu finden. Daraus entstanden die ersten Städte. Erst mit dem Abschluss der Christianisierung in der Mitte des 12.Jahrhunderts wurden auch im weiteren Umfeld neue Siedlungen gegründet. Deutsche Kolonisten siedelten aber auch in Siedlungen der Slawen und vermischten sich mit ihnen.
(3) Vom Erzbischofssitz in Magdeburg aus, über die Bischofssitze in Merseburg, Meißen und Zeitz (später Naumburg), wurde konsequent die Missionierung des Slawenlandes betrieben. Wo eine Bekehrung erfolglos blieb, wurde sie militärisch durchgesetzt, unter anderem auch als offizieller Kreuzzug. Der letzte große Kreuzzug gegen die Slawen fand von 1147 bis 1148 unter der Führung der sächsischen Großen, allen voran Heinrich der Löwe und Albecht der Bär, statt. Damit kauften sie sich von der Teilnahme am 2.Kreuzzug ins Heilige Land (1147-1149) frei. Militärisch wurden die Slawen unter Führung ihres Herzogs Niklot zwar nicht geschlagen, sie gelobten 1148 jedoch, alle Christen werden zu wollen.


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